Donnerstag, 31. Januar 2013

Retrospektive - Fliegenfänge 2012


Alle Jahre wieder blicken wir auf die vergangene Saison und erinnern uns der vielen schönen Momente die wir am Wasser verbringen konnten. Es ist zur Tradition geworden die für uns wichtigsten Fänge in einem Fotoalbum zusammen zu fassen und so auch zu Beginn des neuen Jahres einen Blick auf die Fische der letzten Saison zu werfen. Deshalb möchten wir mit euch auf eine kurze Retrospektive der Fliegenfänge 2012 gehen.

Goldgelb und kugelrund...

Ein wunderschöner Aitel aus dem Lödensee

Die 40 geknackt!
Eine der vielen Äschen auf CDC-Sedge

Skandinavische Bachforelle

Bachforelle aus der Deutschen Traun

Wer so schöne Punkte hat, der muss
schnell wieder schwimmen!

Diese Forelle konnte der Blue Dun nicht widerstehen.

Die größte Äsche des letzten Jahres...

Klein aber fein...

Dieser Flussbarsch war eine besonders große Freude...

Die neue Saison beginnt bald und wir hoffen euch auch im Laufe diesen Jahres solch schöne Fänge präsentieren zu können. Da uns Fangbilder alleine jedoch nicht mehr ausreichen, werden wir so bald als möglich damit beginnen auch die von uns verwendeten Fliegenmuster in einer eigenen Rubrik vorzustellen. Der erste Tag am Wasser rückt näher, die Boxen müssen gefüllt werden und wir hoffen euch auf diesem Wege die ein oder andre Inspiration mitgeben zu können...also stay tuned!

Mittwoch, 9. Januar 2013

Fliegenfischen am Förchensee - Trout Stalking Tour 2012

Förchenseepanorama

Nach den ersten drei Berichten unserer TS-Tour 2012 (Fliegenfischen auf Hecht in Oberbayern Part I & Part II und Fliegenfischen an der Deutschen Traun) kommt nun der vierte Teil. Wie der Titel schon verrät waren wir an unserem letzten Tag in Oberbayern am Förchensee auf Forellensuche unterwegs.


Blick entlang des linken Ufers
Der Förchensee liegt in einem engen Tal eingezwängt zwischen den Berghängen und bildet den Ursprung der Seetraun. Als klassischer Quelltopf beinhaltet der Förchensee extrem klares Wasser und hat das ganze Jahr über eine eiskalte Temperatur. Ich durfte das am eigenen Leib erleben, als ich nach der Umrundung des Sees den Auslauf mit nackten Füßen und hochgekrempelter Hose zurück zur anderen Seite durchwatete - ein Kneippbecken ist ein Spaziergang dagegen!



Sight Fishing

Einzig und allein die knapp an der rechten Uferseite vorbei laufende Straße trübt die sonst wunderbare Idylle des Sees. Wir hatten die Karte für den Tag inklusive Belly Boat gebucht, dieses letztendlich aber nicht benutzt, da sich der Förchensee wunderbar vom Ufer aus befischen lässt und durch die erhöhte Position ein Spotten der Forellen erleichtert wird. Zwar muss man an den vielen Stellen mit limitiertem Wurfraum arbeiten, doch ist ein Rollwurf fast immer möglich.


Eine große Forelle

Durch den hellen Untergrund ist das Spotten der Fische nicht nur dem geübten Sichtfischer vorbehalten, sondern auch Anfänger können die vielen Salmoniden leicht ausmachen. Man sieht die Fische auf Nahrungssuche umherziehen oder einfach an markanten Stellen verweilen. Im Auslauf des Sees - dem sogenannten "Paradies" - ist sogar eine leichte laminare Strömung vorhanden, so dass einem Chalk Stream ähnlich gefischt werden kann.



Trout Stalking live - Forelle im Paradies

Um einen guten Eindruck des Gewässers zu bekommen lohnt sich ein nicht ganz immer einfacher, dafür aber spannender Weg um den See. Die Uferseite die der Straße gegenüberliegt ist zwar deutlich steiler, doch läuft sie in den Förchensee flach aus. Dennoch sollte beim Waten Vorsicht geboten sein, durch das klare Wasser lässt sich die Tiefe extrem schwer einschätzen. So steht einem das "seichte" Wasser schon nach wenigen Schritten schnell bis zum Knie.



Release einer Regenbogenforelle

Erfolgreiche Muster die am Förchensee Fische fingen waren vor allem Nymphen der Größen #17-19 und kleinere Streamer. Als fängige Farben erwiesen sich sowohl dunklere gedeckte Töne, als auch Reizfarben. Besonderes Augenmerk sollte auf die Vorfächer gelegt werden. So waren - wie zu erwarten - lange Vorfächer mit Spitzen aus Fluorocarbon wichtig, um die Täuschung für die Forellen perfekt zu machen.




Fliegenfischermahl

Da wir früh mit der Fischerei begonnen hatten und konzentriertes Fischen müde und vor allem hungrig macht, mussten wir den knurrenden Magen mit einer warmen Mahlzeit besänftigen. Als Tisch wie geschaffen bot sich uns ein großer Bretterstapel direkt neben dem See an, den wir sogleich zur Panoramatafel umfunktionierten. So wurde mit königlichem Ausblick ein recht einfaches, aber dafür besonders schnelles Mal generiert und herzhaft genossen.



Die Täuschung ist geglückt, der Fisch hat genommen.

Für die leichte Fischerei am See hatte ich mir meine selbst gebaute #4er Rute ausgesucht. Nach den ermüdenden Tagen der Hechtfischerei fügte sich die 8,6er wie ein Dirigentenstab in meine Hand und ich genoss die Leichtigkeit der Forellenfischerei. Meine gewählte Rute stellte sich als perfekt heraus, um den Förchensee zu befischen.





Stalk it, Catch it, Release it!

Das Paradies, wie eingehends beschrieben, bietet auf der gegenüberliegenden Seite diverse Unterstände für Forellen. So war es nicht verwunderlich, dass sich dort die größten Fische, die ich im See ausmachen konnte versteckten. Die überhängenden Äste und das darin verfangene Material erschwerten die Fischerei auf sie besonders. Mit einem gezielten Wurf musste man die Forellen aus dem Unterstand locken und schnell zum Biss verleiten.



Eine unauffällige Erscheinung hilf beim Fang

Wer sich der Herausforderung  einer spannenden und anspruchsvollen Sichtfischerei im See stellen möchte, sollte sich den Förchensee nicht entgehen lassen. Ein Belly Boat ist meiner Meinung nach nicht nötig und kann getrost zu Hause gelassen werden.
Doch sollte man die Erwartungen an die Größe der im See befindlichen Forellen nicht zu hoch ansetzen. Im Vorfeld hatte ich Berichte im www. gelesen die mir anderes suggerierten.



Author with a trout from Förchensee
Der Autor mit Forelle

Fairerweise muss ich aber sagen, dass die vorhandene Größe wohl eher dem Habitat eines Gebirgssees entspricht.
Ich hoffe, dass euch der Letzte Bericht unserer Trout Stalking Tour 2012 gefallen hat und bin gespannt was uns in der kommenden Saison 2013 erwartet. Soviel kann ich verraten, es wird sich einiges verändern und es bleibt spannend! Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.





Tight Lines, Max


Montag, 31. Dezember 2012

Happy New Year 2013



Das alte Jahr geht, das neue Jahr kommt. Wir blicken zurück auf viele schöne und lehrreiche Stunden am Bach, wunderschöne große und kleine Fische sowie viele herausfordernde Situationen, denen wir in der kommende Saison gemeinsam gewappnet sein wollen. Gedankenspiele über Barben und Äschen aus dem Neckar, Brückenforellen und vieles mehr spuken seit Wochen und Monaten durch unsere Köpfe und Träume. Der im Kalender rot angestrichene 1.März rückt immer näher, die Boxen quellen über in der Hoffnung für jede dieser Situationen die passende Fliege zu haben. Der Herausforderung dieses mal gewachsen zu sein. Denn sind es nicht genau diese Herausforderungen, an denen man wächst?



Einen guten Rutsch in's neue Jahr und erfolgreiche
Stunden am Wasser wünschen euch

Nino, Frank & Max

Sonntag, 30. Dezember 2012

Jahresabschluss 2012 - Reservoir de cigognes, Seltz


Mit Schwung wollte ich das fast vergangene Jahr 2012 verlassen und was kommt da gelegener als einen Tag fischen zu gehen? An sämtliche Bäche und Flüsse der Region war nicht zu denken, da die warmen Temperaturen alle Fließgewässer in kaffe-braune, schnell dahin schießende Fluten verwandelt hatten. Also lag es nahe an ein Stillgewässer zu fahren und dort zu fischen.


Samstag morgen um 8:30 Uhr wurde ich von Peter und Jörn (Heartland Fly Fishers) abgeholt und wir machten uns auf den Weg ins Elsass. Das ungewöhnlich warme Winterwetter ließ schon eine angenehme Fischerei vermuten, doch dass es so schön wird hatte ich mir nicht ausgemalt. Blauer Himmel, Sonnenschein und über 11°C machten die Fischerei zum Vergnügen.


Diese Vermutung hatten wahrscheinlich auch ca. 40 weitere Fischer und so war es nicht überraschend, dass schon bei Ankunft unzählige Autos den Parkplatz schmückten. Ich musste mich regelrecht anstrengen ein paar Bilder des Sees zu machen, auf denen nicht fünf weitere Fischer zu sehen waren.
Da der See in der ehemaligen Rheinaue liegt und durch dessen Wasser unterirdisch gespeist wird, war zu erwarten, dass der Wasserstand auch dort entsprechend hoch ist. Also zog ich gleich von Anfang an die Wathose an und begann zu fischen.



Ich hatte für diesen Tag meine #5er Rute mit Schwimmschnur im Gepäck. Um trotzdem etwas auf Tiefe zu kommen, fischte ich schwere, kleine Tungstenstreamer, die ich nach dem Wurf ca. 10-15 Sekunden absinken ließ. Die Rute unter die Achsel geklemmt strippte ich den Streamer gaaanz langsam zurück. Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten und so freute ich mich am Ende des Tages über vier gelandete Forellen.


Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Fisherei an solch einem Reservoir nicht unbedingt einfach ist und man schnell auch mal ohne einen Zupfer nach Hause fährt. Umso beruhigter kann ich nun das Jahr 2012 mit krummer Rute abschließen und hinter mir lassen.

Tight Lines, Max


Montag, 24. Dezember 2012

Frohes Weihnachtsfest


Quelle: https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhHi2_8hg8JogpSIV7zV4ZaBlZJMZcVxmRN1AK3uFIq3psa-doQ3EQ2hQcvruNJ_7ZSv6fehWjJcUn5UKa8wcwCY-VSusiTunkWY8bfD5A74CzkwKFxD07DwmN5yavqmHNpyGbFxcsvjaRz/s1600/fs.jpg

Nino, Frank und Max wünschen euch schöne Weihnachten 2012.

Tight Lines!

Freitag, 21. Dezember 2012

Grayling instead of Trout Stalking



Herbst- und Winterzeit ist Äschenzeit, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Doch ist dieser Umstand bei uns ein wenig anders geartet und das hat auch seinen Grund. Die am häufigsten vorkommende Salmonide unserer Bäche ist nun mal die Bachforelle und nicht die Äsche. So ist es klar, dass ab Oktober unsere Bäche für die Fischerei gesperrt sind - und sich unsere Äschensaison somit eben über das restliche Jahr verteilt.


Nachdem wir schon letztes Jahr eine Äsche in dem kleinen kanalisierten Bach auf eine Nymphe fangen konnte, stand ein weitere Fahnenträgerin auf unserem Merkzettel für diesen Sommer natürlich weit oben. Also fischten wir dort auch diesen Sommer auf die schönen Fahnenträger und hatten dementsprechend mit den Schwierigkeiten so mancher Sommertage zu kämpfen - Gewittern.


Rückblick:

In den letzten Wochen stellte sich uns nicht die Frage: An welchen Bach wollen wir fischen gehen, sondern vielmehr: Wo kann man überhaupt noch fischen? Denn nach den zahlreichen Gewittern und den nicht enden wollenden Starkregenniederschlägen die sich zeitgleich aus dem Himmel auf uns ergossen, musste man die Pegelstände immer genau im Auge behalten bevor es an die Auswahl des Fishingspots ging. So kam es vor, dass sich der Abfluss einiger Bäche binnen einer Stunde Verachzigfachte und somit an eine Fischerei dort nicht mehr zu denken war!


Schossen in dem einen Bach gerade noch die braunen Fluten dem Neckar entgegen, so war der andere schon wieder klar und befischbar. Nach längerer Suche hatten wir endlich einen guten Spot gefunden und begannen mit der Äschenfischerei. Frank hatte schnell eine Äsche stromab ausgemacht, erfolgreich mit der Trockenfliege angeworfen und an der parabolischen #3er Rute gefühlvoll ausgedrillt.



Einige Meter stromab landete ich Frank diese wunderschöne 40er Äsche, die nach ein paar Fotos direkt wieder in ihr Element entlassen wurde. Die Freude über diesen in unseren Breiten leider sehr selten gewordenen Fisch war groß und motivierte uns bei unserem Projekt Sommer-Äsche. Da Frank eindeutig die meisten und schönsten Äschen fing, wurde er schnell zum Projektleiter erkoren.


Aufgrund der Tatsache, dass die Ammer direkt durch Tübingen verläuft und stark verbaut ist, sind die menschlichen Bauwerke oft die einzigen Möglichkeiten der Äsche Schutz und Struktur zu suchen. Anfang nächsten Jahres wird mit der Renaturierung eines kurzen, bisher schnurgeraden und einbetonierten Abschnitts ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Auf einer Strecke von wenigen hundert Metern soll die betonierte Solschale ausgebaggert und durch Uferbefestigungen aus Natursteinbuhnen und Reisigflechtwerk naturnah umgestaltet werden. Leider ist das ursprüngliche Bachbett durch die anliegenden Häuser schon so stark eingeengt worden, so dass das Anlegen von Mäandern nicht mehr möglich ist. Ich bin gespannt ob und wie die Fische den neu gestalteten Abschnitt annehmen werden!


Auf die 40er Trockenfliegen-Äsche folgten über den Sommer etliche weitere Fahnenträger sowohl bei mir als auch bei Frank. Besonders erfreulich fanden wir, dass Exemplare unterschiedlichster Größe darunter waren - von handlang bis mehrmals an die 40er-Marke, aber auch einsömmrige Jungäschen konnten wir zwischen den Schwärmen von Schneidern und Haseln ausmachen! Mit der Zeit gelang es uns recht gut einzuschätzen wo sich die Äschen in dem eintönigen, schnurgeraden Bach aufhielten und Takes auf kleine CDC-Sedges kamen mitunter auf Ansage...auf dass es bald wieder Sommer wird!


Tight Lines!

Max & Frank

Sonntag, 2. Dezember 2012

Wicked Pike - Fliegenfischen auf Hecht in Holland




Nach langer Zeit melden wir uns mit neuen Beiträgen zurück!
In diesem Zuge möchte ich mich für die lange Abstinenz entschuldigen. In den letzten Monaten ist viel passiert, ein temporärer Umzug, Alex ausstieg bei TS und ein zeitlich begrenzter Ausflug in die Arbeitswelt haben die Zeit zum bloggen, wie Eis schmelzen lassen. Da bekanntlicherweise jetzt der Winter kommt und die Kälte die Gewässer frieren lässt, wird wieder mehr Zeit vorhanden sein, um euch von unseren Trips zu berichten. Let's start!

Ich hatte meine Ruten für die Winterzeit schon verpackt und die Fly Fishing Season 2012 innerlich für mich abgeschlossen, als mir Nino von einer Einladung von Flybei-Alex zum Hechtfischen nach Holland berichtete. Ich spitzte die Ohren und witterte die Chance mich nochmal so richtig ausfischen zu können und die letzten stressigen Monate zu vergessen. Ende November ging es dann los. Alex hatte im Vorfeld eine perfekte Organisation hingelegt und uns ein Haus mit Boot direkt am Wasser gemietet.
Am Donnerstag Abend fuhr ich in Richtung Holland, um dann gemeinsam mit Nino und Alex in unser Zielgebiet aufzubrechen. Vor Ort trafen wir uns mit Daniel, dem vierten Mann in unserer Gruppe. Unsere gemeinsame Vision: In vier Tagen, von zwei Booten aus, die Novemberhechte mit dem Streamer zu überlisten! 




 Das Wetter war rau, windig und sah nach Regen
aus. In viele Schichten aus Fleece, Wolle und anderen wärmenden Materialien eingepackt, fühlte ich mich wie ein Astronaut der einen unbekannten Planeten zu betreten vor hat. Verstärkt durch die Müdigkeit meines geistigen Zustandes bestieg ich mit Nino unser Boot, um die unbekannte Grachtenwelt zu erforschen und die Monsterhechte zu finden.



Alex, der das Gebiet schon seit mehreren Jahren kennt, gab die Richtung vor, kaum einen Meter gefahren hatte er auch schon einen ersten Biss. Perfekt dachte ich mir und träumte schon von Hechtmäulern, die nach meinem Streamer schnappten, doch es passierte erst mal lange Zeit nichts.
Im Gegensatz zu uns drillten Alex und Daniel schnell die ersten Hechte der Tour.
Los..., motivierte ich mich und kämpfte gegen die Müdigkeit an. Ein Streamer der nicht im Wasser ist fängt keinen Fisch!

Ganz nach dem Motto wurden die #8er Ruten geschwungen und die Schnüre durch die Schlangenringe geschossen. Die großen Fliegen wurden direkt am Schilf angeboten und dann langsam zum Boot zurück gestippt. Dann ruckte es auch bei mir in der Schnur - ein Biss! Ich setzte den Anschlag und drillte meinen ersten holländischen Hecht. Jetzt hatte es auch endlich bei uns im Boot geklappt und ein schöner Mitsiebziger wurde wieder in sein Element entlassen. Ein erster Beweis, wenn auch kein Monster, ihrer Existenz wurde geführt!

Den fast chronisch gewordenen Schlafmangel konnten wir auch in den nächsten Tagen nicht ausgleichen, zwar wurde es früh dunkel, doch stand dann meist die Besprechung des nächsten Tages, kochen und essen auf dem Programm. Im Anschluss daran wurden bis spät in die Nacht Streamer für den darauf folgenden Tag gebunden, getrunken, entspannt und Erlebnisse aus der Welt des Fliegenfischens berichtet. 




Mit besonderer Freude durfte ich in den folgenden Tagen ein paar große Barsche im Boot begrüßen, die als Beifang den Hechtstreamer nicht verschmähten. Als besonders fängig stellten sich Streamer im Barschdekor heraus, die an markanten Strukturen präsentiert wurden. Die Bisse kamen meist, nach wenigen Zupfern, knall hart. Neben dem Hecht ist der Barsch ein faszinierender Räuber.



Die Fischerei wurde nicht einfacher und wir mussten uns jeden Fisch hart erarbeiten. Zwar konnten wir Hechte beobachten,  die direkt am Boot nach Kleinfischen jagten. Doch sollte es ein Trugschluss sein, wenn man glaubte diese dann leicht fangen zu können.
Nino schaffte es dann doch, im letzten Abendlicht, des dritten Tages einen dieser wildraubenden Hechte zu überlisten. Die Freude war groß!




Ich kannte die Hechtfischerei mit der Fliege bisher nur von meinen Touren nach Schweden und den heimischen Seen, so war es für mich eine spannend und neue Erfahrung die Fischerei in den urbanen Strukturen zu entdecken. Eine besondere Herausforderung bestand darin, sich möglichst geräuschlos mit dem Boot in den engen Kanälen zu bewegen und auf engstem Raum zielgenau die großen Fliegen zu präsentieren.
Nicht selten kam es dabei vor, dass man zum Hänger lösen in holländischen Vorgärten herum turnen musste, oder einmal quer durch's holländische Wohnzimmern fischte. Eine ganz besondere und andere Art der Fischerei, die meinen Erfahrungen und Vorstellungen vom Urban Fly Fisching eine ganz neue Perspektive gibt.
Zum Schluss habe ich euch unsere erfolgreichsten Streamer dieser Tour zusammengestellt.

Tight Lines!