Freitag, 15. Juni 2012

Yellow Sally - Sternstunden am Bach

Ein wohlklingendes Rauschen verrät was ich eigentlich schon weiß, der Wasserstand ist endlich gestiegen. Der Regen der letzten Tage hat gutes getan, die Bodenspeicher gefüllt und letztendlich auch den Abfluss der Bäche in der Region erhöht.

Die Luft ist nicht besonders kalt, doch das Wetter ist trüb. Kaum spürbarer Nieselregen fällt aus den Wolken der Erdoberfläche entgegen. Das mittlerweile feuchte, hüfthoch gewachsene Gras duftet nach Sommer. Alles um mich herum ist saftig grün.

Eine kleine gelbe Steinfliege klettert auf der Suche nach einem Partner an einer Bank am Ufer entlang. Die Isoperla Grammatica oder auch Yellow Sally kommt in diesem Jahr besonders häufig vor und lässt die Bachforellen fressen, als gäbe es kein Morgen mehr.

Selbst größere Fische sind jetzt auch am Tag aktiv und lassen sich mit Nymphe und Trockenfliege überlisten.

Besonders beeindruckt mich in dieser Saison die Stärke der Fische, trotz ihrer Größe nehmen sie Schnur und springen immer wieder.

Diese Bachforelle hatte die 40ger Marke bereits überschritten und lieferte an der #4er Rute einen furiosen Drill.

Die Schönheit der Bachforellen beeindruckt mich immer wieder auf neue. Jeder Fisch sieht anders aus und ist von einem besonderen Muster geprägt.

Vom dunkler Rücken bis zum goldgelber Bauch reicht das satte Farbspektrum einiger Forellen.

Dann mal wieder fast minimalistisch mit wenigen dafür aber großen schwarzen Punkten.

Der bläulicher Hauch der die Kiemdeckel der Bachforellen umspielt wirkt einen unwiderstehlichen Bann aus.
Ich freue mich auf meinen nächsten Tag am Bach.

LG Max

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