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Donnerstag, 3. April 2014
Dienstag, 26. Februar 2013
Fly Fishing for Winter Grayling
Nachdem ich in diesem Winter eher mit Präsenz am Schreibtisch glänzte ging es am Wochenende endlich mal wieder ans Wasser.
Der Wetterbericht prophezeite extreme Bedingungen. So lag die Vorhersage bei -11 °C gefühlter Temperatur. Harte, aber zugleich auch reizende Bedingungen lagen in greifbarer Nähe.
So stieg ich Fr. Abend ins Auto und machte mich auf den Weg Richtung Aachen.
Im Gepäck befand sich meine #4er Rute, zwei Rollen, ein Bindestock inklusive einer Menge Material zum Binden und meine Kameraausrüstung. Im Endeffekt verreiste ich für nicht einmal zwei Tage, doch war mein Rucksack schon wieder an die 20 kg schwer!
Am Samstag ging es dann nach einem ausgedehnten Frühstück zu viert in die Eifel. Wie angekündigt hatte es die ganze Nacht geschneit und wir tauchten in eine traumhafte Schneelandschaft ein.
Nach kurzer Zeit konnte Fabi die ersten beiden Äschen auf Nymphe fangen und wir fischten hoch motiviert den Flusslauf entlang.Ich war von der Umgebung begeistert und erstaunt wie problemlos die Fischerei bei der extremen Temperatur klappte. Zwar froren immer wieder die Schlangenringe mit Eis zu, doch waren die Hände immer warm!
Nach ca. zwei Stunden konzentrierter Nymphenfischerei tauschte ich die Rute gegen die Kamera und begann zu filmen.
Leider gab es im Anschluss der zwei frühen Äschen keine Bisse mehr und so versuchte ich den Zauber der Umgebung einzufangen.
In Zukunft wird uns die Kamera immer öfter bei unseren Trips begleiten und dann wird es auch sicher bewegte Aufnahmen des ein oder anderen Fisches geben.
Tight Lines, Max
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Montag, 18. Februar 2013
Fliegenfischen in Norwegen - auf der Suche nach der Traumforelle
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| Drevja Panorama |
Es ist Ende Juli und ich habe gerade meine letzte Prüfung geschrieben. Mit einem Schlag fällt der Stress der letzten Wochen von mir ab und vor mir erstreckt sich ein unendlich weit erscheinendes Tal von Freizeit, die sinnvoll genutzt werden will - Fliegenfischen!
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| Der schnellste, aber nicht sauberste Weg nach Norwegen |
Schon beim Lernen schweiften meine Gedanken immer wieder ab und verloren sich in den Weiten der Wildnis Skandinaviens. Ich kratzte mein Erspartes zusammen und rief meine Kumpels an, doch leider hatte keiner Zeit, mit mir den Trip in den Norden zu machen - also alleine.
Ohne lange zu überlegen buchte ich mir einen Flug nach Oslo, um mich von dort aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zu bewegen. Stark übermüdet - ich musste bis wenige Stunden vor Abflug mein Tackle richten und das Ganze an die strengen Gewichtskontrollen anpassen - bestieg ich im Hunsrück den Flieger.
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| Outdoor mit Rollkoffer? Eine gute Möglichkeit um Lasten zu transportieren, zumindest bis zum Startpunkt. |
Nach dem ca. zweistündigen Flug mit Neoprensocken an den Füßen und Watschuhen darüber kam ich mit leicht verschwitzten Sohlen in Oslo an. Die zwei essentiellsten Dinge die ich noch in der Stadt zu erledigen hatte standen ganz oben auf meinem Merkzettel. 1. Gas und 2. Essen für 14 Tage. Nachdem ich den ganzen Kram an das Busterminal geschafft hatte - ich schwitzte nicht mehr nur an den Sohlen - organisierte ich mir einen Bus ins 200 km entfernte Trysil, um mich von dort mit meinen ca. 40 kg Gepäck ins schwedisch-norwegische Grenzgebiet durchzuschlagen.
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| Es ist lebenswichtig, wenn man alleine in die Natur geht, dass jemand Bescheid weiß wo man sich rumtreibt. |
Ausgangsziel meiner Reise war der Stöten Camping wenige Kilometer hinter der norwegischen Grenze. Hier versorgte mich der sehr nette und fliegenfischende Chef des Campingplatzes mit den aktuellsten Wetter- und Angelinformationen. Es hatte die letzten Wochen extrem viel geregnet und der Wasserstand war erhöht, doch es sollte in den nächsten Wochen besser werden. Für den nächsten Tag vereinbarten wir, dass er mich mit seinem Jeep und meinem Gepäck etwa 30 km stromaufwärts an der Ljöra aussetzen sollte.
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| Anspruchsvolles Fischereirevier - wo steht der Fisch? |
Die Ljöra wurde, als wir von der Grenze stromauf fuhren schnell kleiner und entsprach schon eher meinem Geschmack eines Flusses und so war ich von ihrem wunderschönen Anblick begeistert. Ich fühlte mich in meine Gedanken beim Lernen zurückversetzt, genauso hatte ich es mir vorgestellt. Die dichte Vegetation, welche die Ufer säumte, das klare, kalte Wasser, das durch die Huminstoffe der borealen Böden rostrot gefärbt war. Genau so hatte ich mir den skandinavischen Sommer in dieser Region vorgestellt.
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| Eins der drei Camps entlang der Ljöra |
Aus Sicherheitsgründen baute ich meine Camps nie direkt am Fluss auf, um vor einem schnellen Wasseranstieg bewahrt zu bleiben. Abgeschnitten von den Luxusdingen des Alltags lernte ich wieder einmal die "kleinen" Dinge des Lebens zu schätzen und so wurde der Wassersack zu einem meiner nützlichsten Helfer, da ich mich nicht wegen jedem Tropfen an den Fluss begeben musste. Meine Lebensmittel lagerte ich, um vor den Bären der Region sicher zu sein, in einiger Entfernung zum Zelt. Doch zum Glück wurde mir ein Aufeinandertreffen mit diesen scheuen Tieren erspart.
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| Ein wunderschöner Abschnitt mit mannshoher Vegetation am linken Ufer |
Die Ljöra war für mich als Fliegenfischer, der einen Großteil seiner Erfahrungen an den kleineren Mittelgebirgsbächen Deutschlands gesammelt hatte, eine große Herausforderung. Die strukturelle Vielfalt der Gewässersohle, die meist aus geschliffenen Steinen bestand, überwältigte mich. Die Frage die mich konstant beschäftigte: "Wo stehen die Fische?" konnte ich, urteilte man nach den strukturellen Standortmöglichkeiten, mit "Überall!" beantworten. Doch merkte ich schnell, dass dem nicht so war. Zwar konnte ich Bachforellen der Liga 20+ cm fangen, doch wo war die skandinavische Forelle aus meinen Träumen?
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| Auf der Suche nach meiner Traumforelle |
So machte ich mich zu Fuß auf die Suche und erkundete auf ausgedehnten Tagestouren meine Umgebung. Morgens füllte ich meinen Rucksack mit dem Nötigsten für den Tag, hängte mein Lanyard um, nahm Rute und Kescher und kämpfte mich dann den Flusslauf entlang, durch die teilweise dichte Ufervegetation. Abends erreichte ich mein Camp meistens völlig geplättet. Noch in den ersten Tagen fischte ich fast jede Struktur sorgfältig ab, doch musste ich bald enttäuscht feststellen, dass Struktur nicht unbedingt ein Garant für Fisch war.
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| Eine ca. 3 cm große Caddis thront auf einem Blatt |
Nach mehreren Tagen in der Abgeschiedenheit begann ich lebhafte, fiktive Dialoge in meinem eigenen Kopf zu führen. So war die Fliegenfrage ein zweites zentrales Thema der Reise und ich begann nach den natürlichen Vorbildern zu suchen. Ich tauchte meine Hände ellenbogentief in das eiskalte Wasser, um mit einer schnellen Drehung einen Stein der Gewässersohle zu entreißen. Doch fand ich mit dieser Methode nur winzige Steinfliegen. Mir dämmerte der Grund für den nicht vorhandenen Erfolg. Paradoxerweise trieben dann plötzlich gigantische Köcherfliegen unter meiner Nase hindurch, um die gewonnene "Erkenntnis" wieder zunichte zu machen.
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| Makellos, sensibel und begehrenswert |
Die Sonne stand schon tief und ich befand mich bereits auf dem Rückweg in mein Camp als ich an eine rechtwinklige Kurve der Ljöra kam. Der mit großen Felsbrocken besetzte Prallhang sah in dem diffusen Abendlicht fast mystisch aus, als ich einen vorsichtigen Steig bemerkte. Wenige Meter vor mir lag ein Stein in der harten Strömung des Prallufers und wieder bildete sich ein zarter Ring an der Oberfläche. Ich zögerte nicht lange und präsentierte eine kleine Trockenfliege einen Meter vor dem Stein. Die Drift war sehr gut und meine Fliege verschwand in einem winzigen Sog unter der Wasseroberfläche.
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| Die typische dunkle Färbung der skandinavischen Bachforelle |
Dann folgte das was jeder Fliegenfischer fest verinnerlicht hat und ich konnte nach einem kräftigen Drill meine skandinavische Traumforelle landen. Beeindruckt von ihrer makellosen Schönheit und dem schwarz-goldenen Teint machte ich diese Bilder und einließ sie wieder in ihr Element. Dankbar für das kurze Rendezvous begleitete sie mich den gesamten Urlaub über in meinen Träumen und war nun wieder dort, wo ich sie zu Beginn das erste mal sah.
Tight Lines, Max
Donnerstag, 31. Januar 2013
Retrospektive - Fliegenfänge 2012
Alle Jahre wieder blicken wir auf die vergangene Saison und erinnern uns der vielen schönen Momente die wir am Wasser verbringen konnten. Es ist zur Tradition geworden die für uns wichtigsten Fänge in einem Fotoalbum zusammen zu fassen und so auch zu Beginn des neuen Jahres einen Blick auf die Fische der letzten Saison zu werfen. Deshalb möchten wir mit euch auf eine kurze Retrospektive der Fliegenfänge 2012 gehen.
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| Goldgelb und kugelrund... |
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| Ein wunderschöner Aitel aus dem Lödensee |
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| Die 40 geknackt! Eine der vielen Äschen auf CDC-Sedge |
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| Skandinavische Bachforelle |
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| Bachforelle aus der Deutschen Traun |
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| Wer so schöne Punkte hat, der muss schnell wieder schwimmen! |
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| Diese Forelle konnte der Blue Dun nicht widerstehen. |
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| Die größte Äsche des letzten Jahres... |
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| Klein aber fein... |
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| Dieser Flussbarsch war eine besonders große Freude... |
Die neue Saison beginnt bald und wir hoffen euch auch im Laufe diesen Jahres solch schöne Fänge präsentieren zu können. Da uns Fangbilder alleine jedoch nicht mehr ausreichen, werden wir so bald als möglich damit beginnen auch die von uns verwendeten Fliegenmuster in einer eigenen Rubrik vorzustellen. Der erste Tag am Wasser rückt näher, die Boxen müssen gefüllt werden und wir hoffen euch auf diesem Wege die ein oder andre Inspiration mitgeben zu können...also stay tuned!
Sonntag, 30. Dezember 2012
Jahresabschluss 2012 - Reservoir de cigognes, Seltz
Mit Schwung wollte ich das fast vergangene Jahr 2012 verlassen und was kommt da gelegener als einen Tag fischen zu gehen? An sämtliche Bäche und Flüsse der Region war nicht zu denken, da die warmen Temperaturen alle Fließgewässer in kaffe-braune, schnell dahin schießende Fluten verwandelt hatten. Also lag es nahe an ein Stillgewässer zu fahren und dort zu fischen.
Samstag morgen um 8:30 Uhr wurde ich von Peter und Jörn (Heartland Fly Fishers) abgeholt und wir machten uns auf den Weg ins Elsass. Das ungewöhnlich warme Winterwetter ließ schon eine angenehme Fischerei vermuten, doch dass es so schön wird hatte ich mir nicht ausgemalt. Blauer Himmel, Sonnenschein und über 11°C machten die Fischerei zum Vergnügen.
Diese Vermutung hatten wahrscheinlich auch ca. 40 weitere Fischer und so war es nicht überraschend, dass schon bei Ankunft unzählige Autos den Parkplatz schmückten. Ich musste mich regelrecht anstrengen ein paar Bilder des Sees zu machen, auf denen nicht fünf weitere Fischer zu sehen waren.
Da der See in der ehemaligen Rheinaue liegt und durch dessen Wasser unterirdisch gespeist wird, war zu erwarten, dass der Wasserstand auch dort entsprechend hoch ist. Also zog ich gleich von Anfang an die Wathose an und begann zu fischen.
Ich hatte für diesen Tag meine #5er Rute mit Schwimmschnur im Gepäck. Um trotzdem etwas auf Tiefe zu kommen, fischte ich schwere, kleine Tungstenstreamer, die ich nach dem Wurf ca. 10-15 Sekunden absinken ließ. Die Rute unter die Achsel geklemmt strippte ich den Streamer gaaanz langsam zurück. Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten und so freute ich mich am Ende des Tages über vier gelandete Forellen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Fisherei an solch einem Reservoir nicht unbedingt einfach ist und man schnell auch mal ohne einen Zupfer nach Hause fährt. Umso beruhigter kann ich nun das Jahr 2012 mit krummer Rute abschließen und hinter mir lassen.
Tight Lines, Max
Freitag, 21. Dezember 2012
Grayling instead of Trout Stalking
Herbst- und Winterzeit ist Äschenzeit, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Doch ist dieser Umstand bei uns ein wenig anders geartet und das hat auch seinen Grund. Die am häufigsten vorkommende Salmonide unserer Bäche ist nun mal die Bachforelle und nicht die Äsche. So ist es klar, dass ab Oktober unsere Bäche für die Fischerei gesperrt sind - und sich unsere Äschensaison somit eben über das restliche Jahr verteilt.
Nachdem wir schon letztes Jahr eine Äsche in dem kleinen kanalisierten Bach auf eine Nymphe fangen konnte, stand ein weitere Fahnenträgerin auf unserem Merkzettel für diesen Sommer natürlich weit oben. Also fischten wir dort auch diesen Sommer auf die schönen Fahnenträger und hatten dementsprechend mit den Schwierigkeiten so mancher Sommertage zu kämpfen - Gewittern.

Rückblick:
In den letzten Wochen stellte sich uns nicht die Frage: An welchen Bach wollen wir fischen gehen, sondern vielmehr: Wo kann man überhaupt noch fischen? Denn nach den zahlreichen Gewittern und den nicht enden wollenden Starkregenniederschlägen die sich zeitgleich aus dem Himmel auf uns ergossen, musste man die Pegelstände immer genau im Auge behalten bevor es an die Auswahl des Fishingspots ging. So kam es vor, dass sich der Abfluss einiger Bäche binnen einer Stunde Verachzigfachte und somit an eine Fischerei dort nicht mehr zu denken war!
In den letzten Wochen stellte sich uns nicht die Frage: An welchen Bach wollen wir fischen gehen, sondern vielmehr: Wo kann man überhaupt noch fischen? Denn nach den zahlreichen Gewittern und den nicht enden wollenden Starkregenniederschlägen die sich zeitgleich aus dem Himmel auf uns ergossen, musste man die Pegelstände immer genau im Auge behalten bevor es an die Auswahl des Fishingspots ging. So kam es vor, dass sich der Abfluss einiger Bäche binnen einer Stunde Verachzigfachte und somit an eine Fischerei dort nicht mehr zu denken war!
Schossen in dem einen Bach gerade noch die braunen Fluten dem Neckar entgegen, so war der andere schon wieder klar und befischbar. Nach längerer Suche hatten wir endlich einen guten Spot gefunden und begannen mit der Äschenfischerei. Frank hatte schnell eine Äsche stromab ausgemacht, erfolgreich mit der Trockenfliege angeworfen und an der parabolischen #3er Rute gefühlvoll ausgedrillt.

Einige Meter stromab landete ich Frank diese wunderschöne 40er Äsche, die nach ein paar Fotos direkt wieder in ihr Element entlassen wurde. Die Freude über diesen in unseren Breiten leider sehr selten gewordenen Fisch war groß und motivierte uns bei unserem Projekt Sommer-Äsche. Da Frank eindeutig die meisten und schönsten Äschen fing, wurde er schnell zum Projektleiter erkoren.
Aufgrund der Tatsache, dass die Ammer direkt durch Tübingen verläuft und stark verbaut ist, sind die menschlichen Bauwerke oft die einzigen Möglichkeiten der Äsche Schutz und Struktur zu suchen. Anfang nächsten Jahres wird mit der Renaturierung eines kurzen, bisher schnurgeraden und einbetonierten Abschnitts ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Auf einer Strecke von wenigen hundert Metern soll die betonierte Solschale ausgebaggert und durch Uferbefestigungen aus Natursteinbuhnen und Reisigflechtwerk naturnah umgestaltet werden. Leider ist das ursprüngliche Bachbett durch die anliegenden Häuser schon so stark eingeengt worden, so dass das Anlegen von Mäandern nicht mehr möglich ist. Ich bin gespannt ob und wie die Fische den neu gestalteten Abschnitt annehmen werden!
Auf die 40er Trockenfliegen-Äsche folgten über den Sommer etliche weitere Fahnenträger sowohl bei mir als auch bei Frank. Besonders erfreulich fanden wir, dass Exemplare unterschiedlichster Größe darunter waren - von handlang bis mehrmals an die 40er-Marke, aber auch einsömmrige Jungäschen konnten wir zwischen den Schwärmen von Schneidern und Haseln ausmachen! Mit der Zeit gelang es uns recht gut einzuschätzen wo sich die Äschen in dem eintönigen, schnurgeraden Bach aufhielten und Takes auf kleine CDC-Sedges kamen mitunter auf Ansage...auf dass es bald wieder Sommer wird!
Tight Lines!
Max & Frank
Sonntag, 2. Dezember 2012
Wicked Pike - Fliegenfischen auf Hecht in Holland
Nach langer Zeit melden wir uns mit neuen Beiträgen zurück!
In diesem Zuge möchte ich mich für die lange Abstinenz entschuldigen. In den letzten Monaten ist viel passiert, ein temporärer Umzug, Alex ausstieg bei TS und ein zeitlich begrenzter Ausflug in die Arbeitswelt haben die Zeit zum bloggen, wie Eis schmelzen lassen. Da bekanntlicherweise jetzt der Winter kommt und die Kälte die Gewässer frieren lässt, wird wieder mehr Zeit vorhanden sein, um euch von unseren Trips zu berichten. Let's start!
Ich hatte meine Ruten für die Winterzeit schon verpackt und die Fly Fishing Season 2012 innerlich für mich abgeschlossen, als mir Nino von einer Einladung von Flybei-Alex zum Hechtfischen nach Holland berichtete. Ich spitzte die Ohren und witterte die Chance mich nochmal so richtig ausfischen zu können und die letzten stressigen Monate zu vergessen. Ende November ging es dann los. Alex hatte im Vorfeld eine perfekte Organisation hingelegt und uns ein Haus mit Boot direkt am Wasser gemietet.
Am Donnerstag Abend fuhr ich in Richtung Holland, um dann gemeinsam mit Nino und Alex in unser Zielgebiet aufzubrechen. Vor Ort trafen wir uns mit Daniel, dem vierten Mann in unserer Gruppe. Unsere gemeinsame Vision: In vier Tagen, von zwei Booten aus, die Novemberhechte mit dem Streamer zu überlisten!
Das Wetter war rau, windig und sah nach Regen
aus. In viele Schichten aus Fleece, Wolle und anderen wärmenden Materialien eingepackt, fühlte ich mich wie ein Astronaut der einen unbekannten Planeten zu betreten vor hat. Verstärkt durch die Müdigkeit meines geistigen Zustandes bestieg ich mit Nino unser Boot, um die unbekannte Grachtenwelt zu erforschen und die Monsterhechte zu finden.
aus. In viele Schichten aus Fleece, Wolle und anderen wärmenden Materialien eingepackt, fühlte ich mich wie ein Astronaut der einen unbekannten Planeten zu betreten vor hat. Verstärkt durch die Müdigkeit meines geistigen Zustandes bestieg ich mit Nino unser Boot, um die unbekannte Grachtenwelt zu erforschen und die Monsterhechte zu finden.
Alex, der das Gebiet schon seit mehreren Jahren kennt, gab die Richtung vor, kaum einen Meter gefahren hatte er auch schon einen ersten Biss. Perfekt dachte ich mir und träumte schon von Hechtmäulern, die nach meinem Streamer schnappten, doch es passierte erst mal lange Zeit nichts.Los..., motivierte ich mich und kämpfte gegen die Müdigkeit an. Ein Streamer der nicht im Wasser ist fängt keinen Fisch!
Ganz nach dem Motto wurden die #8er Ruten geschwungen und die Schnüre durch die Schlangenringe geschossen. Die großen Fliegen wurden direkt am Schilf angeboten und dann langsam zum Boot zurück gestippt. Dann ruckte es auch bei mir in der Schnur - ein Biss! Ich setzte den Anschlag und drillte meinen ersten holländischen Hecht. Jetzt hatte es auch endlich bei uns im Boot geklappt und ein schöner Mitsiebziger wurde wieder in sein Element entlassen. Ein erster Beweis, wenn auch kein Monster, ihrer Existenz wurde geführt!
Den fast chronisch gewordenen Schlafmangel konnten wir auch in den nächsten Tagen nicht ausgleichen, zwar wurde es früh dunkel, doch stand dann meist die Besprechung des nächsten Tages, kochen und essen auf dem Programm. Im Anschluss daran wurden bis spät in die Nacht Streamer für den darauf folgenden Tag gebunden, getrunken, entspannt und Erlebnisse aus der Welt des Fliegenfischens berichtet.
Mit besonderer Freude durfte ich in den folgenden Tagen ein paar große Barsche im Boot begrüßen, die als Beifang den Hechtstreamer nicht verschmähten. Als besonders fängig stellten sich Streamer im Barschdekor heraus, die an markanten Strukturen präsentiert wurden. Die Bisse kamen meist, nach wenigen Zupfern, knall hart. Neben dem Hecht ist der Barsch ein faszinierender Räuber.Nino schaffte es dann doch, im letzten Abendlicht, des dritten Tages einen dieser wildraubenden Hechte zu überlisten. Die Freude war groß!
Ich kannte die Hechtfischerei mit der Fliege bisher nur von meinen Touren nach Schweden und den heimischen Seen, so war es für mich eine spannend und neue Erfahrung die Fischerei in den urbanen Strukturen zu entdecken. Eine besondere Herausforderung bestand darin, sich möglichst geräuschlos mit dem Boot in den engen Kanälen zu bewegen und auf engstem Raum zielgenau die großen Fliegen zu präsentieren.
Nicht selten kam es dabei vor, dass man zum Hänger lösen in holländischen Vorgärten herum turnen musste, oder einmal quer durch's holländische Wohnzimmern fischte. Eine ganz besondere und andere Art der Fischerei, die meinen Erfahrungen und Vorstellungen vom Urban Fly Fisching eine ganz neue Perspektive gibt.
Zum Schluss habe ich euch unsere erfolgreichsten Streamer dieser Tour zusammengestellt.
Tight Lines!
Zum Schluss habe ich euch unsere erfolgreichsten Streamer dieser Tour zusammengestellt.
Tight Lines!

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